Neubildung der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Hohenlohe-Süd zum 1. Januar 2022

Auszug aus der Urkunde von Bischof Dr. Gebhard Fürst vom 26. Juli 2021:

Im Rahmen des Prozesses Kirche am Ort wurde ein Entwicklungsprozess zur pastoralen und strukturellen Weiterentwicklung von Kirchengemeinden und Seelsorgeeinheiten initiiert, an dessen Ende die Kirchengemeinderäte der Katholischen Kirchengemeinden

  • St. Stephan, Bretzfeld,
  • St. Petrus und Paulus, Pfedelbach und
  • Mariä Unbefleckte Empfängnis, Waldenburg

die Neubildung der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Hohenlohe Süd mit Wirkung zum 1. Januar 2022 beschlossen und mit Schreiben vom 27. Januar 2021 beantragt haben.

Der Dekan des Katholischen Dekanats Hohenlohe, Herr Ingo Kuhbach, hat im Rahmen der Anhörung des Dekanats die Neubildung der katholischen Gesamtkirchengemeinde Hohenlohe-Süd befürwortet.

Auf der mir nach can. 391 CIC zukommenden Vollmacht regele ich hiermit auf Antrag und nach Anhörung der Kirchengemeinderäte der beteiligten drei Kirchengemeinden und des Dekanats gemäß § 7 Absatz 1 Buchstabe a) Alternative 1 der Ordnung für die Kirchengemeinden und örtlichen kirchlichen Stiftungen - Kirchengemeindeortnung/KGO  - die Neubildung der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Hohenllohe-Süd mit Wirkung zum 1. Januar 2022, der die vorgenannten drei Kirchengemeinden als Mitglieder angehören werden.

Die Einrichtung einer Gesamtkirchengemeinde bedeutet nicht die Ablösung von Kirchengemeinden und Seelsorgeeinheit. Sie dient ausschließlich der gemeinsamen Erfüllung von Verwaltungsaufgaben unter Beibehaltung der rechtlichen Selbstständigkeit der Kirchengemeinden und des Fortbestehens der Seelsorgeeinheit.

Rottenburg am Neckar, 26. Juli 2021

Dr. Gebhard Fürst

Bischof von Roottenburg-Stuttgart

 

Von der zeitlichen Dauer her gesehen, liegt ein mehr als vierjähriger Weg hinter uns – am 06. März 2017 begann in der SE Hohenlohe Süd der Entwicklungsprozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Es wurde viel gerungen, abgewogen, offen diskutiert und manches  auch losgelassen. Bei allen unterschiedlichen Haltungen und Ansichten trat dennoch eine gemeinsame Frage zum Vorschein – Wie kann und muss Kirche am Ort künftig gestaltet werden, dass  ihr Wesen und ihre Aufgaben für Menschen sichtbar und als stärkend und hilfreich erfahren wird?

Auf diese Frage gibt es nicht die eine Antwort.

Konsens war von Beginn an, dass zunehmende Verwaltungs- und Organisationsaufgaben die pastoralen, den Menschen zuge-wandten Aufgaben, vor Ort in den Hintergrund drängen.

Als eine die Pastoral entlastende Möglichkeit bot sich die Neubildung einer Gesamtkirchengemeinde an. Eine Rechtsstruktur, die es künftig ermöglicht, die Verwaltungsaufgaben von drei Kirchengemeinden unter einem Dach zu konzentrieren und zu bewältigen, um vor Ort Frei-Räume für die eigentlichen Kern-aufgaben zu schaffen.

Dem Antrag wurde am 26. Juli durch Bischof Dr. Gebhard Fürst stattgegeben (siehe Auszug aus der Urkunde).

Ab dem 1. Januar 2022 werden die drei Kirchengemeinden in der SE Hohenlohe Süd Mitglieder der Gesamtkirchengemeinde Hohenlohe Süd, gleichberechtigt vertreten im Gesamtkirchengemeinderat, der sich am 20.01.2022 konstituieren wird.

Wir freuen uns über die Anerkennung und über die damit verbundene Möglichkeit, notwendige, an Realitäten angepasste Veränderunsschritte zu gehen - einander ergänzend, solidarisch und im Vertrauen auf Gottes Begleitung.

Mit der Art und Weise wie die Neubildung der Gesamtkirchengemeinde im kommenden Jahr feierlich gewürdigt und zum Ausdruck gebracht werden kann, wird sich ein Arbeitskreis aus allen drei Kirchengemeinden nach den Sommerferien beschäftigen.